Aktuelles

Anstehende Termine:

Aufführung: "Der Hüter der Schwelle" am 22. Juni 2024 um 15 Uhr

Johannitreffen 22. und 23. Juni 2024

Herbsttreffen 28. Sept. und 29. Sept. 2024

Weiteres Arbeitstreffen werden nach Absprache einzelner Mitglieder und Freunde vereinbart

Neue Zeitungsartikel über unseren Verein vom 31.10.2023!

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Die Labyrinthe sind jederzeit zugänglich, das Arboretum vorerst an jedem ersten Wochenende (Samstag und Sonntag) in den Monaten Mai bis Oktober, jeweils von 10 bis 17 Uhr.

Unter "Downloads" können Sie ab sofort die vergangenen und aktuellen Flyer in originaler Größe herunterladen!

DIE BLÜTENWEIDE


Eine unermessliche Fülle von Natur- und Kultur-Blumen auf einer Fläche von 11.000 m² zeigt sich am Wanderweg auf der Höhe zwischen Riedelbach und Finsternthal. Der Pflanzenreichtum ist die Grundlage für die Erhaltung der Artenvielfalt von Bienen, Insekten und Schmetterlingen. Sie alle finden darin ganzjährig ihre Nahrungsquellen.
Die Blütenweide bietet auch Nistgelegenheiten für Lerchen und andere am Boden brütende Vögel.
Durch das im Jahreslauf ständig sich wandelnde Farbenmeer führt ein Pfad zu zwei darin eingebetteten Labyrinthen.

©Marie Walter Fotografie

Das Labyrinth von Chartres


In der Zeit um 1200 entstand mit der gotischen Hochkultur in der Kathedrale von Chartres die Form des christlich-abendländischen Labyrinthes. Der Weg ist deutlich gegliedert durch die Kreuzform und führt in vielen Wendungen durch 11 Kreise in den mittleren zwölften.

Intensiv zu erleben sind die unterschiedlichen Längen der Weg-Abschnitte. Dadurch ändert sich der Blick in die umgebende Landschaft: in den Biegungen allmählich; schneller geht es, wenn der Weg abwinkelt; und plötzlich, wenn er umbiegt. Die dabei auftretenden Empfindungen geben auf eine andere Art als im Ur-Labyrinth eine Anregung, dem eigenen Lebensweg nachzusinnen.
Wer etwas kennt von den Impulsen, die von der berühmten Philosophen-Schule von Chartres mit der Pflege der sieben freien Künste auf die europäische Entwicklung über Jahrhunderte ausging, oder vom Wirken des Templer-Ordens, der mag beim Durchwandern sich auch an solche Größe und Bedeutung erinnern.
Dieses Labyrinth entspricht in Ausdehnung und Form dem Original in der Kathedrale von Chartres. Die Weglänge beträgt rund 250 m, die Wegbreite nur 33 cm. So wird man zunächst als Einzelner seinen Weg gehen, bis man zur gemeinschaftlichen Mitte findet.
An die Labyrinthe knüpft sich ein vielfältiges Symbol-Verständnis. Es lohnt sich, darüber Weiteres zu erfahren.

©Marie Walter Fotografie

Das kretische Labyrinth


Seit etwa 3.000 Jahren ist dieses Ur-Labyrinth in verschiedenen Form-Abwandlungen bekannt, – als Lebens- oder Einweihungsweg. Man findet es in allen Kulturen der Welt, z.B. in Kreta, in Pakistan und Indien, bei Indianerstämmen in Nordamerika, und besonders verbreitet in der mitteleuropäischen Kultur.

Wesentlich ist der Weg hinein zur Mitte hin und ebenso der Weg zurück wieder ins Freie.
Im Abschreiten zum Ziel kann man erleben, dass man davon abgelenkt wird, man sich mehrfach wenden muss und erst auf Umwegen das Zentrum erreicht. So ist es ein Einkehr-Weg und ein Umkehr-Weg, wobei der Rückweg ganz neue Qualitäten erleben lässt. Das Ur-Labyrinth kann zu einem Ort der Sammlung werden und zu einem Neubeginn.

©Marie Walter Fotografie

Das Arboretum

An diesem besonderen Baumgarten fällt zuerst die geometrische Form auf: die achsiale Ausrichtung Ost-West und die Doppel-Kreisanordnung der Bäume und Gehölze.
Der Grundriss besteht aus zwei verschiedenen Kreisen, die sich teilweise überschneiden. Das Verhältnis ist ein ideales Maß: der kleinere Kreis-Radius verhält sich zum großen wie 3:4, der Abstand der Mittelpunkte dazu hat das Maß 5. Ein aufmerksamer Betrachter empfindet diese Harmonie, es ist die Harmonie des goldenen Schnittes. Im großen Kreis erlebt man horizontale Weite, im kleinen fühlt man mehr eine nahe Aufrechte.
Man kann im Erleben frei wechseln zwischen dem Fortschreiten in einer Richtung entlang der Mittelachse oder im verweilenden Betrachten im großen und im kleinen Kreis.
In solchen Verhältnissen ahnt man etwas davon, wie die schaffenden Kräfte aus dem Kosmos und die erschaffene Naturvielfalt auf der Erde zusammenhängen. Der weite Himmel mit seinem Licht oben, die lebendige Erde unten und die Weite rundum, das ist an diesem Ort durch die besondere Gestaltung erlebbar.
Die Bäume sind so gewählt, dass sie stellvertretend stehen für die sieben wichtigsten heimischen Arten. Aus alt hergebrachter Weisheit sind sie verbunden mit den 7 Tagen der Woche und den 7 zugehörigen Planeten. Vom Eingang her sind dies: Hainbuche, Esche, Kirsche, Eiche, Ulme, Ahorn und Birke. Im Laufe des jahrelangen Wachstums werden die Bäume gemeinsame Kronen bilden, ein Gleichnis dafür, wie der Einzelne lebt in der Gemeinschaft.
Jeweils eine Baumgruppe im kleinen Kreis bezieht sich auf den Raum zwischen zwei einzelnen Bäumen im großen Kreis. Was im kleinen Kreis innen geborgen erscheint, zeigt sich außen im großen Kreis einzeln (siehe Abbildung links).
Der Grundriss und die Folge der Bäume ist vom Bau des Ersten Goetheanum in Dornach / Schweiz im Maßstab 1:1 abgeleitet. Dieser einzigartige Bau der Erkenntnis vom Zusammenhang zwischen dem geistigen Ursprung und seiner Offenbarung in der diesseitigen Welt war von Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) entworfen, wurde aber durch Brandstiftung in der Sylvesternacht 1922/23 zerstört.

©Marie Walter Fotografie

Der Name Goetheanum für diesen Bau leitet sich her von Johann Wolfgang von Goethe, der ein ebenso bedeutender Naturforscher wie Dichter war, besonders auf den Gebieten der Pflanzen-Metamorphose und der Farbenlehre. Seine unvoreingenommene Art des Anschauens und Denkens ist Grundlage für Forschungsarbeit am Goetheanum, mit solchem Sinn ist auch das Arboretum verbunden.
Einige Grundgedanken dieser Bauidee sind nun im lebendigen Wachsen wieder entstanden.
Die natürlichen Wachstumsvorgänge werden hier behutsam gelenkt, so dass Bäume und Hecken sich in künstlerischer Form mehr und mehr zu einem Ganzen bilden.

Im Laufe der Zeit sind in diesem Rahmen passende Veranstaltungen vorgesehen, z.B. Aufführungen der Bewegungskunst Eurythmie, oder Schauspiele wie z.B. Shakespeares „Sommernachtstraum“, sowie Jahreszeiten-Feste wie z.B. Michaels-Fest.

©Marie Walter Fotografie

©Marie Walter Fotografie

Der Verein

Träger von Arboretum, Labyrinthen und Blütenweide ist ein gemeinnütziger Verein.
Zu den Aufgaben des Vereins gehört die Pflege des Geländes. Wichtiger Bestandteil der Förderung von Wachstum und Entwicklung ist dabei auch das Vorbereiten, Herstellen und Ausbringen der biologisch-dynamischen Präparate.

Diese bestehen aus Natursubstanzen, die einen rhythmischen Kompostierungs- und Verrührungs-Prozess durchlaufen, um dem Boden und den Pflanzen besondere Lebenskräfte zuzuführen. Zu den Flächen im nahen Umkreis, die damit behandelt werden, gehören eine Kamel- und Lamafarm mit einer Herde schottischer Hochlandrinder ( www.lama-llamera.de ) sowie eine Schaf- und Ziegenzucht im Aufbau ( www.dielachendeziege.de ).

Der Verein wurde 1991 gegründet und hat zur Zeit (Anfang 2019) 20 Mitglieder. Er finanziert sich von Mitgliedsbeiträgen und Spenden

(GLS-Bank   BIC: GENODEM1GLS 

IBAN: DE94430609670018006400).

Wer sich für eine Mitgliedschaft interessiert, kann sich gerne an den Verein wenden. Auch ohne eine Mitgliedschaft ist eine Mithilfe möglich und willkommen, z.B. durch
- eine Patenschaft für die Bepflanzung von Blumenkübeln im
kretischen Labyrinth
- Schlüsseldienst für die vorgesehenen Öffnungszeiten des Arboretum

- Vorbereiten und Rühren der biologisch-dynamischen Präparate
- Mithilfe bei der Ge
ländepflege

Eindrücke unseres Vereins

Kontakt und Anfahrt

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